 | | 01.07.2005 RL ARCHIVE MAY 02 +++ Drogen - Holländische VerhältnisseMayday 2002: Zwei Feierleute begegnen sich im Getümmel. Warum sie anfangen, sich zu unterhalten, weiß hinterher keiner der beiden mehr so recht. Strahlende Augen, breites Lächeln, gestikulierende Hände. Geredet wird in Englisch – der eine Mensch stammt aus Breda in den Niederlanden, der andere aus dem Ruhrgebiet. Gerade im Kontext mit entaktogenen Drogen wie Ecstacy versinkt man leicht im Gespräch, ein Gedankengang jagt den nächsten, und zwischen den beiden herrscht dieser wunderbar angenehme Konsens, auch wenn die Weltanschauung, die Lebenserfahrung, der Background und die Zukunft der beiden sich unterscheidet. Irgendwie kommen die beiden auf Drogen zu sprechen – ein Thema, das unter Ravern nicht unüblich ist, aber diesmal passiert es in einem anderen Zusammenhang: Drogen. |
 | | 29.04.2005 RL ARCHIVE SEPT 04 +++ New York After Dark - US-Electrocrash und Massenblasphemie„New York, New York“, schmalzte einst ein Mann namens Frank Sinatra. Schon damals war The Big Apple Kult. Heute macht sich angesichts der desolaten Lage des Nightlife in NYC Nostalgie breit, denn je nach Sichtweise ist man genau siebzig, dreißig oder zehn Jahre zu spät dran, wenn man dieser Tage das ungezügelte Nachtleben dieser niemals schlafenden Weltmetropole zu erforschen sucht: Aber ist New York tatsächlich tot? Die Frage, was man gerade angesichts des nicht nur hierzulande immer populärer werdenden Anti-Amerikanismus‘ in der Stadt, die niemals schläft, zu finden glaubt, beantwortet sich quasi von selbst: „Don‘t believe the hype“. Nachdem sich die von Larry T. getrademarkte Electroclash-Titelstory, dessen Szene außerhalb ihres natürlichen Habitats wie eine Gruppentherapiesitzung für Fashion-Victims wirkt, als musikalisch enttäuschende Konservenhyperei entpuppte, zeichnet sich heute ab, dass das Konzept, eine jahrelang unverzeihbar uncoole Mischung aus Elektro, Wave, Pop, Rock, Rap, Disco und Punk unvoreingenommen zusammenzukloppen und die Melange zum Trend zu erklären, immerhin für ordentlich frischen Wind in der Szene gesorgt hat. |
 | | 27.04.2005 ¿Qué se quenta, Argentina?Children are born, butterflies flap their wings and continents shift, but right here, right now, in Buenos Aires, Argentina, nothing is happening, absolutely nada: The clubs are still closed to due the infamous club blaze that killed hundreds of music lovers in December, and whilst the municipality is trying to enforce one new regulation after the other – measurements include capacity checks, strict control and surveillance of fire regulations and no more late licenses – one club after the other, electronic music venues as well as Cumbia boliches, has to pack it in because their owners are running out of money. Five months without any income kill the scene! |
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