 | | 01.11.2005 RL ARCHIVE FEB 03 +++ 1st Century Funk: "You can keep your fancy fills - this is about the groove!"*Vor genau 38 Jahren nahmen der Soulbrother James Brown und seine legendäre Kombo das bahnbrechende "In The Jungle Groove"-Album auf. Darauf findet sich der "Funky Drummer (Bonus Beat Reprise)". Nach dem Intro von Brown setzte die Band für acht Takte komplett aus, und der Drummer Clyde Stubblefield spielte den bis heute meistgesampleten Drumloop aller Zeiten ein. Funk ward geboren. Aus diesem weltberühmten Breakbeat sind nicht nur die HipHop-Grooves der Siebziger und Achtziger Jahre entstanden, sondern auch alle Varianten der elektronischen Tanzmusik, die auf einem gebrochenen Beat basieren, sei es Jungle, Drum'n'Bass, Breakbeat, BigBeat und Breaks, lassen sich unter anderem auf den Output des Originators zurückführen. Die unregelmäßige Rhythmik des Clyde Stubblefield tauchte 1970 vielleicht zum ersten Mal im Bewusstsein des an den in westlichen Kulturen vorherrschenden, urig stampfigen Uffta-Viervierteltakt gewöhnten weißen Mainstream-Publikums auf, ist aber vielleicht so alt wie die Menschheit selbst: Die Roots der oft als "Groovemusic" bezeichneten Sounds liegen in Afrika. Die Technik, die synkopierten Beats nach vorne brachte, wird generell einem Menschen namens Kool DJ Herc zugesprochen.
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