21.03.2006  RL ARCHIVE APR 03 +++ Glenn Wilson - Von Helden und Bösewichten: Dominatrix-Terrorist vs. Propaganda-Techno

Glenn Wilson hat es vielleicht besonders durch eines seiner jüngeren Projekte, der erfolgreichen Heroes-Serie, geschafft, sich mit seinem loopigen, grundsolide grindenden Techno auch in das Bewusstsein einer neuen Techno-Generation zu bolzen. Doch er ist kein unbeschriebenes Blatt: Viele sehen in Glenn Wilson den Vater der schwedischen Technobewegung. Nicht ganz zu unrecht. Der Engländer schuf mit seinem Stockholmer Plattenladen Planet Rhythm eine Art Keimzelle, da er den jungen Produzenten des Landes ein Outlet bot: Er hob Schwedens erstes weltweit Beachtung findendes Label Planet Rhythm aus der Taufe, auf dem so renommierte Künstler wie Cari Lekebusch und Adam Beyer debüttierten – die inoffizielle Geburtsstunde des international anerkannten Schwedentechno-Phänomens.

14.03.2006  RL ARCHIVE APR 02 +++ Adam Beyer – Schwedisch für Fortgeschrittene

Adam Beyer – jeder noch so verklickerte Technotiker wird mit diesem medizinisch-teutonisch klingenden Namen wohl einen der weltbesten Techno-DJs und Producer in Verbindung bringen. 1995 horchte die Technowelt zum ersten Mal auf, denn sie vernahm "Drumcodes 1". Der harte, perkussive, Loop-basierte Style, mit dem sich der heute erst 25 Jahre junge alte Schwede schon damals einen Namen gemacht hatte, war fortan sein Markenzeichen. Auch der unter "Stockholm Sound" gefilete Produzentenzirkel um Adam Beyer sorgt weltweit für Furore und der Begriff "Schweden-Techno" ist wohl einer der geläufigsten Trademarks überhaupt.

01.03.2006  RL ARCHIVE OCT 04 +++ As One: Kirk Degiorgios Reise ins Licht

Das Multitalent Kirk Degiorgio meldet sich als As One mit einem neuen Album auf dem amerikanischen Ubiquity-Label zurück: “Out Of The Darkness” heißt das Werk. Obwohl laut Degiorgio eigentlich eine düstere 9/11-Traumabewaltigung geplant war, hat es – stark geprägt durch die Geburt von Kirks erstem Kind – einen erstaunlich lebensbejahenden Unterton...

01.03.2006  RL ARCHIVE SEPT 03 +++ 1:0 für Sascha Funke - Jenseits der “Alles Geht”-Euphorie

Fast zwei Jahre hat Sascha Funke insgesamt gebraucht. Aber sportlich, wie er ist, hat der Berliner auch diese Hürde elegant genommen, ohne auch nur im Geringsten aus der Puste zu kommen. Funke, dessen zarte Minimalschuber zwischen reduzierter Melodiösität und knispeliger Poppigkeit oszillieren, releaste seinen Platten zunächst auf dem Kölner Kompakt-Label, bevor er schnell zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil von BPitch Control wurde. Der Märchenprinz der BPitch-Riege hat nun sein erstes Album fertiggestellt. “Bravo” heißt es passenderweise. Raveline ruft in Berlin an, um zu gratulieren.

05.02.2006  RL ARCHIVE JAN 06 +++ Robert Miles: "Ich hatte nie Interesse daran, ein Popstar zu sein."

1996 feierte Robert Miles mit "Children" phänomenale Chartserfolge in der ganzen Welt - die Platte verkaufte sich insgesamt fünf Millionen Mal. Die melancholische Pianohymne lieferte das Kontrastprogramm schlechthin zur multimedialen Ravehooverbeats-Überschwemmung. Mit dem im gleichen Jahr releasten Debütalbum "Dreamland", das Platinstatus in sechzehn und Goldstatus in zwölf Ländern erreichte, übertraf der gebürtige Italiener sich noch einmal selbst. Doch sein 1997 releastes Nachfolger-Album "23 AM", für viele Robert Miles-Fans vielleicht sein stringentestes, wurde den Erwartungen der Chartshaie nicht gerecht. Dann wurde es still um Robert Miles.
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