25.02.2007  Vandal: Breakbeat Rebel Without A Cause +++ RL ARCHIVE FEB 07 +++

2005 war ein geniales Jahr für Sam Evans alias Vandal, denn seine erste Single „Mad As Hell“, die zugleich seinen Durchbruch als Produzent markieren sollte, läutete eine neue Phase im Breakbeat ein: Die gekonnte Inkorporation von rotzigen Punkanleihen und schnodderigen Parolen, die mit rebellischen Statements Dancefloorpolitics betreiben, stellten eine Novität dar, die die Breakszene in England anturnte. Vandal wurde prompt von Bigbreaks-Producer Meat Katie gesigned, der gerade im Begriff war, sein neues Label LOT49 aufzubauen, das sich ausschließlich auf Newcomer konzentrieren sollte, und so mutierte der Vandale aus Sheffield schnell zum Rising Star des Packs...

22.01.2007  The KLF: Neues zum Thema Geld - Verbuddeln statt Verbrennen +++ RL ARCHIVE JAN 07 +++

Kaum eine Kombo hat in der Geschichte der kommerziell produzierten Clubdance-Musik für mehr Aufruhr und Kontroversen gesorgt als die englische Anarcho-Band The KLF. Es gelang den zwei subversiven Künstlern Jimmy Cauty und Bill Drummond, die hinter der bewusst als Konservenband konzipierten Aktion steckten, nicht nur, mit zahlreichen Hits wie „Justified & Ancient“, 3 A.M. Eternal“ und „What Time Is Love“ die Charts zu stürmen, sondern auch, ihren eigenen Aktivitäten den Ritterschlag zu verleihen, in dem sie in dem von ihnen geschriebenen Buch „The Manual“ oder besser „How To Have A No.1 Hit“ die Mechanismen der Musikindustrie aufdeckten und somit Erfolgskonzepte wie die Kylie-Jason-Pop-Retorten-Hits der Achtziger aus dem Hause StockAitkenWaterman komplett demystifizierten...

18.01.2007  Repeat Repeat: Boundarybodybouncerbeats für ausgeflippte Flipflopträger +++ RL ARCHIVE DEC 06 +++

Sie sind weder auf dem Replay-Modus hängengeblieben, noch verwerten sie durch Wiederholung der Wiederholung zu einer Endloschleife gewordene Sounds. Im Gegenteil: Dave Congreve and Mark Rutherford, zwei englische Elektrofunkacidhouser, sind vielleicht die erste Kombo, die es schafft, Maschinenfunk in einem minimaleren Kontext so fääätt klingen zu lassen, dass die Bodies zu den Beats aus der Box bouncen. Nun kommt der erste Longplayer „Squints“ auf Soma und setzt noch einen drauf...

17.01.2007  Cajmere vs. Green Velvet: “Let Me Hide And Let God Seek” +++ RL ARCHIVE DEC 06 +++

Der Schizophrenielevel des Curtis A. Jones, besser bekannt als Cajmere a.k.a. Greeen Velvet, in egal welcher Couleur und Aufmachung ohne Zweifel einer der farbenfrohsten Lichtgestalten unserer kerngesund-geschrumpften, keckkaputt-kickenden Szene, hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Mit seiner in diesem Monat auf Ministry of Sound erscheinenden Doppel-Mix-CD spielt er einen seiner Charakter gegen den anderen aus – wenn sexy Cajmere mit vocallastigen, divaesken Housesounds und freaky Green Velvet mit verspultem Elektrotechno zum jackigen Tanz aufspielen und mit neuen Remixen und alten Hits wie „Brighter Days“, „Midnight“, „Flash“ und „Acid Traxx“ ihren eigenen Takes on Music um die Gunst der Hörer buhlen, bleibt kein Bein still stehen: der schräg-samtene Cajmere battled versus den grünen Discotechpunkkadettenfreak Green Velvet, und das Ergebnis, zwei auf CD gebannte, gendefekte Clubnights, ist weit mehr als eine Best-of-Show. Frohe Kunde aus dem Lalaland.

15.01.2007  John Beltran: Love Life Living +++ RL ARCHIVE DEC 06 +++

Was ist der Antrieb des Menschen? Die Antworten auf elementaren Fragen wie diese sind so vielfältig wie das Leben selbst. Für Kant ist es das Denkvermögen, für andere Neugier oder gar der reine Instinkt, zu überleben. Für wieder andere: Lebend leben. John Beltran schafft es mit seinem neunten Longplayer „The Human Engine“, dieser philosophischen Überlegung noch eine weitere Nuance anzugewinnen: „das Leben liebend leben“ – ein Motto, das sich in jedem der vierzehn Track widerspiegelt.
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