14.06.2005  RL ARCHIVE APR 05 +++ Sid LeRock - Delirium Tremens am Kiosktresen

Sid Bonobo Sheldon LeMonte, der sich auch Shelbono Le Roche, Sid Le Rock oder Sheldon Thompson nennt, macht keine halben Sachen: Wenn die Flasche Whisky nach dem Gig nicht alle ist, wird sie kurzerhand mit nach Hause genommen. Da bleibt er sich seit seinen Tagen als bibeltreuer Bassist treu. Der kanadische Musiker, Fans fratzig-minimaler Klänge auch als Pan/Tone und Gringo Grinder bekannt, begann seine verheißungsvolle Zukunft einst im Hinterzimmer der verrauchten Barracuda Bar direkt neben der Holzfällersteakfabrik von Toronto in einem Torero-Kostüm.

02.05.2005  RL ARCHIVE FEB 05 +++ Donnacha Costello - “Auf den Begriff ‘minimal’ bin ich nicht mehr allzu scharf.”

Lustig, wenn das eigene Label dann ausgerechnet Minimise heißt und man deswegen für die mittlerweile verjährten eigenen Dogmen geradestehen muss. Donnacha Costello, Irlands heißester Produzent, dessen aus Dublin in die Welt regenbogenfarbene Releases auf Minimise alles andere als karg und reduziert klingen, hat mit seiner strahlenden Colourseries Freunde auf der ganzen Welt gefunden. Auch wenn sich seine Sounds innerhalb eines festgesteckten und definierten Rahmens bewegen – zur Zeit klingen wenige so warm und verheißungsvoll wie er. Zeit, Kontakt aufzunehmen und mit Donnacha über Stimmungen, Zeit und Raum zu philosophieren. Entstanden im Februar 2005.

30.04.2005  RL ARCHIVE MAR 04 +++ Detroit Grand Pubahs - So who are you today?

“Wo sind all die echten Tittchen hin?” Diese und andere weltbewegende Fragen verarbeitet Paris the Black Fu im neuen Album der Pubahs zu einer horny hitting Ghettolectro-Pornorotic-Party. Wenn Dick Cannon und seine Freunde zum Anu-Robic aufrufen, flutschen die Beats und flubbern die Booties...

29.04.2005  RL ARCHIVE OCT 04 +++ Es gibt kein Entrinnen: Die spinnen, die Finnen. Im Studio mit Pepe Deluxé und Husky Rescue

Hinter den blauen Bergen von Bergen in der Nähe von Helsinki hauste einst ein wüster Haufen jodelnder Heavyrocker, die auf Walknochen-Harfen gar liebliche Melodeien klöppelten, so herzanrührend, dass sie irgendwann die Aufmerksamkeit zweier Zwerge erregten, die sie in einem Mister-T-Chat kennengelernt hatten. So oder ähnlich könnte man einen Text über Catskills Records beginnen, einem von zwei gruftigen Greisen betriebenen Imprint aus Brighton, das sich auf das Kultivieren von musikalischen Spleens und dem Durchfüttern von nur bedingt gewinnbringenden finnischen Multi-Intrumentalisten-Crews wie zum Beispiel Pepe Deluxé und Husky Rescue spezialisiert hat. Und das Märchen wäre wahrscheinlich auch ganz schnell wieder zu Ende gewesen, hätte es mit dem feurig Tarantino-esken“Salami Fever” nicht noch einige gepfefferte Chartserfolge, Levi’s-Werbungen und MTV-Preise geregnet. 2003 war eindeutig ein gutes Jahr für Finnland, wenngleich auch nur ein kleiner Schritt für die Menschheit.
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