21.07.2005  RL ARCHIVE APR 03 +++ Dinky - Melodias Nostalgicas from the Grrl Robot

Dinky, ehemals Miss Dinky, ist erwachsen geworden. Mit ihren ersten Releases, verträumt bleepig-düdeligen Micro-Episoden auf Labels wie Traum und Sonic Groove sowie einer abstrakt-abgehenden Platte namens “Kill The Bass Kick” auf dem New Yorker Carpark-Label, sorgte die 28-jährige Chilenin für zaghaftes Entzücken unter den Minimal-Romantikern. Mit ihrem im April 2003 ebenfalls auf Carpark releasten Longplayer namens “Black Cabaret” schaffte Dinky alias Alejandra Iglesias es, dank sanfter Pop- und Retroanleihen, auch außerhalb dieses Insider-Frickel-Kreises wahrgenommen zu werden. In diesem Sommer tourt die Chilenin durch Europas Clubs. Raveline begleitete Dinkys schwarzes Kabarett eine Nacht lang auf seiner Reise.

20.07.2005  RL ARCHIVE APR 04 +++ Derrick May: “Movement soll ein Zeichen setzen – für die nächste Generation.”

Where are you going, Motor City? Seitdem das kostenlos stattfindende, als Detroit Electronic Music Festival in die Annalen der Geschichte eingegangene Movement Festival im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, um die Entstehung von Technomusik in Detroit als Triumph über die unmenschlichen Verhältnisse in der heruntergekommenen Auto-Stadt zu feiern, haben Machtrangeleien dazu beigetragen, dass das einstmals spirituelle Event zu einer Underground-Leistungsshow verkommen ist, die keine amerikanische Corporation mehr sponsorn will. Wird Derrick May es schaffen, die elektronische Musikszene Amerikas in die Zukunft zu führen? Eine Bestandsaufnahme.

14.07.2005  RL ARCHIVE JUN 05 +++ Maetrik - Ein Alien in Dallas

Wer oder was ist diese Lebensform, und was will sie von uns? Geradewegs in die Mitte von Amerikas politisch brisantesten Staat, Texas, hineingewarpt worden ist Maetrik alias Eric Estornel, mittelamerikanischer Abstammung, ein legaler Außerirdischer mit unbegrenzter Aufenthaltsberechtigung. Mit seinem mittlerweile zweiten Album “Casi Profundo” - Spanisch für “Fast Deep” - auf dem Kölner Label Treibstoff pumpt sich der 24-jährige mit Finesse in die Astralkörper der minimalen Spacekadettbesatzung. Flächige Grooves, kombiniert mit raffinierten Electrobreaks und emotional aufgeladen durch Lonesome-Romantik-Elemente. Vielleicht der erste Künstler auf Treibstoff, der experimentelle Elektronik gekonnt mit minimalen Clubbeats kreuzt und damit die Lücke schließt. Schließlich ist das Label und seine Artists sonst eher für deepe und trancige Outings bekannt... Zeit, mal nach Dallas zu telegraphieren.

14.07.2005  RL ARCHIVE AUG 02 TITLE +++ Green Velvet - Has Anybody Seen My Brain Today?

Na, gibt es unter euch verrückten kleinen Kindern irgend jemanden, der noch nie von Green Velvet gehört hat? Nein? Doch? Ihr seid euch nicht sicher? Dann kommt diese Geschichte gerade richtig, um euch ein wenig aufzuklären. Denn der abgespacete Typ mit dem mal gelben, mal grünen Mohikaner spukt nicht erst seit seinem Top-Fifty-Hit "La La Land" auf den Bühnen diverser Techno-Großveranstaltungen herum, sondern ist schon seit zehn Jahren einer der punkigsten, schrillsten Live-Musiker, die die elektronische Musikszene je gesehen hat. Auch mit seinen Labels Cajual und Relief machte er Furore, auch wenn für ihn niemals alles glatt ging.

22.06.2005  RL ARCHIVE JUL 05 +++ Global Afterhour mit Danny Howells: “German Music Exites Me.”

Der Engländer Danny Howells ist, obgleich mit einem durchgezechten Charakterface ausgestattet, immer noch eines der frischesten und hierzulande unbekanntesten Gesichter im internationalen Superduperstar-Circuit und verdient allein für seine Echtheit und Anti-Boombastic-Attitüde einen Orden – und unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Seitdem er sich Anfang der Neunziger mit seinen charakteristischen Dark-Progressive-Sets geradewegs in John Digweeds Herz und in sein Bedrock-Club-Programm spielte, hat er einen stellaren Aufstieg als Global-Underground-DJ hingelegt, und wer ihn in Aktion erlebt, weiß, warum das fröhliche Rauhbein “The People’s DJ” geschimpft wird. Er ist für die Menschen auf dem Floor da. Auch wenn viele behaupten, es zu können – nur wenige wissen tatsächlich, wie man es macht: Immer den richtigen Ton zu treffen, von House und Minimal über Deep und Dreckig bis zu Breaks und Bass. Nicht nur eine, sondern lieber gleich fünfzehn Stunden lang.
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