08.08.2005  RL ARCHIVE JUN 04 +++ Free Styling mit den Freestylers: “Es ist mir scheißegal, ob wir cool sind!”

Jump! Jump! Freestylers hittin’ the clubs! Mit ihrem dritten Album “Raw As Fuck” katapultieren sich die zwei West-Londoner in Hypergeschwindigkeit aus dem unfreiwilligen Schattendasein heraus, in das sie vor drei Jahren durch eine Labelpleite hineingesaugt worden sind. Doch Aston Harvey und Matt Canton ließen sich nicht unterkriegen und machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Und siehe da: „Raw As Fuck” hält, was der Name verspricht. Roh und ungezügelt melden sich die beiden zurück.

08.08.2005  RL ARCHIVE FEB 04 +++ M.I.A. – Minimal Darkness

Die Plattenlegerin und Produzentin M.I.A. aus Köln heißt bürgerlich Michaela Grobelny und wird nur gelegentlich mit der Band mia. verwechselt, was vielleicht auch daran liegt, dass kölsche Reduziertheit und berlinerischer Görenpunk nicht so einfach miteinander zu verwechseln sind. Zusammen mit Partner Falko Brocksieper, mit dem sie sich ein mit Synthies vollgestopftes Apartment in Köln teilt, hat sie die Labels Sub-Static und Karloff ins Leben gerufen, die sich durch ihr feines Minimal-Repertoire auszeichnen und Liebhaber in der ganzen Welt gefunden haben.

07.08.2005  RL ARCHIVE JAN 05 TITLE +++ Laurent Garnier - Der Wolkenschieber

Laurent Garnier entführt Freunde und Kenner mit seinem vierten Album an einen Ort fern von konventioneller Clubbing-Tradition: “The Cloud Making Machine” befindet sich in einem industriellen Teil von Paris, und wie verpuffender Wasserdampf blubbern Sounds, Spielereien und Samples aus ihrem Inneren. Nicht nur der Titel regt die Fantasie an – auch die zehn zum Teil sehr verspult-verspielten ambientfreestylejazzighousigen gefühlvoll-experimentellen, cineastisch-hinterfragenden, deepbluesigdarken Tracks voller seltsamer Samples, Geräusche und schräger Interferenzen animieren zum unentspannten Wegdriften in Laurents Wolkenkratzerwelt.

01.08.2005  RL ARCHIVE APR 05 +++ Marco Passarani - “Ich tue Dinge aus Liebe – nicht, um geliebt zu werden.”

Seit dem Sommer of Love, seit 1988, den frühen Tagen des Acidhouse in Europa, steht Marco hinter den Turntables. Fünfzehn Jahre später sieht man statt lächelnder Smileys in den Metropolen-Clubs Westeuropas hauptsachlich lange Gesichter. “Sullen Look” heißt deswegen auch nicht zufällig der zweite Album des Italienischen DJs und Produzenten Marco Passarani, das im März auf dem allseits respektierten englischen Label Peacefrog erschien. Ein aus dem Bauch und Herz heraus produzierter Longplayer, mit dem der Elektronikpionier Passarani, umtriebiger Labelbetreiber und Vertriebsmensch aus Rom, genau den Nerv der Zeit trifft. Marcos nostalgische Wehmut nach den guten alten Zeiten, kombiniert mit dem größten Liebeskummer der Welt, verleiht einem Gefühl Ausdruck, mit dem sich zur Zeit viele identifizieren können, die seit langer Zeit dabei sind. Wo sind die fröhlichen Gesichter hin? Warum ziehen alle so eine Fleppe? Gibt es etwa nichts mehr zu lachen? Mit demr im Vorfeld erschienenen Jungle-Brothers-Cover “I House U”, ursprünglich nur eine witzige Battleweapon, fabrizierte Marco eine der eingängigsten Clubnummern der letzten Saison. Mit der damit verbundenen Aufregung kann der Italiener allerdings nichts anfangen: Marco jenseits von Hypes, Hysterie und Klischee.

21.07.2005  RL NEW +++ Jamie Lidell - The Souldog Made Me Do It

Eine der aufregendsten Künstlermetamorphosen der letzten Jahre hat mit Sicherheit der englische Musiker Jamie Lidell hinter sich: Vom kaputten Beatbastler, der sich mit dem Gemeinschaftsprojekt Super_Collider aus dem Windschatten des Brightoner Nofuture-Heads und Fuckup-Fufunk-Maestro Cristian Vogel herausschälte und sich zu einer der schillerndsten Bühnenpersönlichkeiten mauserte, die die elektronische Musikszene je gesehen hat, wandelte sich der 33-jährige zu einem ausgewachsenen Suburban-Soulman. Mit seinem seit langem beim englischen Traditionslabel WARP geplanten, neuen Longplayer ‘Multiply’, bricht der immer noch in Berlin ansässige Freak mit den Traditionen der Techno-Spezies.
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