13.08.2005  RL ARCHIVE MAY 02 +++ T.Raumschmiere: Shitkatapult – Gnarzkacke Spezial!

Der elternprovozierende Name stammt aus dem reichen Backgroundfundus des Gründer-Punks von Shitkatapult: Marco Haas alias T.Raumschmiere ist seit 1996 Schuld daran, dass bei elektronischer Musik ein anarchischer Unterton mitschwingt. Nicht nur den ernsthaft anal-atonalen Knöpfchen-Dreher- und Reglerpuscher-Nerds macht der Sound mal wieder Dampf unter den hinter den Laptops verstauten Hintern. Auch die Restwelt freut sich über den minimal-vergnarzt-verkruspelten Sound, der zum Markenzeichen von T.Raumschmiere und Konsorten mutierte.

12.08.2005  RL ARCHIVE JUN 02 +++ Bandulu: "Wir sind endlich wieder frei"

Der englische Techno-Live-Act Bandulu, der auf seine ureigene Weise Electro-Dub, “cyberdelischen” Reggae und Tribal-Techno-Elemente mit schon fast trancigen, progressive House-Untertönen fusioniert und live eine einzigartige Technoabfahrt mit MC inszeniert, meldet sich mit seinem vierten Album namens “Redemption” auf dem belgischen Traditions-Label Musicman zurück. Seit ihrem 1996er Album “Cornerstone” ist viel Zeit vergangen, aber die drei Bandulus, bestehend aus Jamie Bissmire, John O’Donnell und Lucien Thompson, waren in den letzten sechs Jahren aber keinerswegs untätig.

11.08.2005  RL NEW JUL 05 +++ Hate The Player And The Game: Fünf Dinge, die man über Bryan Zentz wissen sollte

Bryan Zentz aka Barada – eine kleine Verbeugung vor Star-Wars – aka Faculty X aka Grudge aka Bryan Never aka Never, ist ein Mann, der vieles spielt und noch mehr kann. Nachdem er, ein paar Jährchen nach seinem elektronischen Outing auf Richie Hawtins Sublabel Definitive Records, mal eben eine Soundreform im doch ein wenig einschläfernd dahinbumperden Techhouse-Bereich vornahm, machte er auch vor experimentelleren Kreuzungen nicht halt und lässt es sich nach seinem vielseitigen zweiten Longplayer “Seven Breaths”, 2003 auf Carl Cox’ Intec erschienen, nicht nehmen, nun auch mal ein wenig Dub ins Spiel zu bringen, um die Szene frisch zu halten. Zeit, mal wieder in dem schläfrigen Navykaff Norfolk, Virginia in den Südstaaten der USA rumzustöbern, um den skatenden Technoszene-Sonderling für euch ins Kreuzverhör zu nehmen. Der Grund: Sein “Bryan Zentz On Monoid”-Techno-Dub-Mix – live aufgenommen und komplett uneditiert – auf Monoid.

10.08.2005  RL ARCHIVE MAR 05 +++ Lusine - Fließbandarbeit in der Iron City

Unaufhaltsam fabriziert das Gehirn von Jeff Mc Ilwain, ein mittlerweile in Seattle angesiedelter Texaner mit dicken Brillengläsern und einem schiefen Lächeln, intelligente Musik mit gebrochenen Beats – Musik, die man nicht nur hören, sondern erstaunlicherweise auch im Club richtig genießen kann. Denn obwohl man vielen Produzenten verkopfter elektronischer Musik vorwerfen kann, dass ihnen ihre Experimente und die theoretischen Ansätze ihrer Versuche wichtiger sind als die Hörbarkeit des Endergebnisses, kann man dies von der Musik aus Mc Illwains Produktion nicht behaupten.

09.08.2005  RL ARCHIVE OCT 01 +++ Fumiya Tanaka – Abstract DJ

Fumiya Tanaka. Einer der Technoartists, die man durch den kompromisslos minimalen Sound entweder für sich entdeckt oder gerade wegen dieser Reduktion auf die rein technoide, mechanische Repetition ausgelassen hat. Nichtsdestotrotz gehört Tanaka zur internationalen Star-DJ-Szene und darf in keinem DJ-Kompendium fehlen. Im September veröffentlichte der Japaner den zweiten Teil von "Unknown Possibility" auf dem Berliner Technolabel Tresor, dessen gleichnamiger Club auch so manches Mal in den Grundfesten erschüttert wurde, wenn Fumiya Tanaka zum Tanz aufspielte. Wie kommt man zu einem solchen Status, wenn man von der anderen Seite der Erde stammt, wo Techno nach wie vor Underground ist?
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