18.06.2007

Gude Laune in der Crobar +++ RL ARCHIVE JUN 06 +++







Und warum auch nicht? Kursierten zunächst MP3s mit dem Gegröhle des hessischen Master of Ceremonies durch die Inboxen der Mailprogramme, so kam man hier am 11. Mai dann live und direkt auf seine Kosten. Yeah! Nach dem Intermezzo im Pacha vor einigen Monaten diesmal in der neueröffneten Crobar, der einzigen südamerikanischen Filiale des nordamerikanischen Superclubs, der seit einiger Zeit in New York und Miami für Furore sorgt. Mit einigen Startschwierigkeiten nun auch hier in einem eleganten Viadukt, genial gelegen in den Wäldchen von Palermo, wo des Nachts die spektakulärsten Transvestiten der Stadt flanieren.

Auch das Publikum der Crobar machte zunächst einen käuflichen Eindruck. Plastikblonde Damenrunden, mit Champagner bei Laune gehalten von ihren Aushältern, ebenfalls jenseits des Ablaufdatums, bemannten die sogenannten VIP-Ecken, smalltalkend auf “Kundschaft” wartend, die sich dann auch einfand. Geschäftsmänner et al.

Sich mit der halbseidenen High Society der Stadt warmzutrinken, hatte etwas, da auch die Getränkepreise dem Bordellniveau entsprachen. So wurde man das Gefühl nicht los, in einem ganz besonderen Club gelandet zu sein.

Geboten wurde dann aber zum Glück genau das, was man brauchte, um die Sinne vom anderen Geschlecht loszureißen und die Aufmerksamkeit auf den Floor zu lenken. Ein Sonnenkönig der Partykultur, ohne Entourage vielleicht etwas nackt, aber dafür kein Stück weniger potent.

Der Herr Väth ließ sich dann auch nicht zweimal bitten und verlegte im neudeutschen Partystyle genau das, was die Silikonhumps und Prachtplauzen so richtig erzittern ließ.

Dicke neutrancige Partymonster, die mit wuchtigen Beats und zwirbeligen Melodien nicht nur auf die Zwölf, sondern auch auf die geistige Konstitution gehen, so dass auf die Dauer keiner mehr klar denken konnte und das ganze Fest zu einer deskontrollierten Abfahrt mutierte.

Charismatisch wie eh und je ist Sven der Man, der die Stimmung macht, und seine gude Laune, in Spanisch “buena onda” verbreitete sich bis in die letzte Reihe, wo man den Highfreqs entkommend die geilsten Mädels in die Arme der schönsten Männer fallen sah. Lecker. Alles in allem eine ganz normale, orgiastische Exzess-Night also. Sven in seinem Element, seinem Habitat. Tutut. Das ist gut.

Text: Kat at Planetkat.com

KLinks:

www.crobar.com.ar


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