12.08.2008 Paul Woolford presents Bobby Peru: “I Am A Fucking Weirdo” +++ RL ARCHIVE MAR 08 +++ |
Der englische DJ Paul Woolford outet sich. Er und sein Pseudonym Bobby Peru, der schräge, der Phantasie des David Lynch entsprungene Charakter aus ‘Wild At Heart’, der die Welt mit Releases auf Ralph Lawsons wunderbarem 20:20 Vision zum Tanzen verleitet, sind, wie schon seit langem vermutet, tatsächlich ein und dieselbe Person. Grund für das unverklemmte Outing: Das Erscheinen des Debütalbums des Techhouse-Stars Paul Woolford unter seinem eigenen Namen. Unverblümt präsentiert der Leedser “The Truth” und raubt uns mit seinem offenen und stylistisch unverklemmten Housetechelektrostyle den Atem. 13 Tracks, darunter auch der Hit “Erotic Discourse”, der 2006 landaus, landein für überfüllte Floors sorgte, vereint in all ihrer Glorie – wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist?! Auf jeden Fall, finden nicht nur wir. “Es hat lange gedauert, bis ich mich endlich getraut habe, als Paul Woolford an die Öffentlichkeit zu treten,” resümmiert ein glücklicher Paul. “Doch nun bin ich mir sicher: Ich bin ein verdammter Freak (der Bobby Peru – Zitat: “I gotta take a piss bad, can I use your head?” – in nichts nachzustehen scheint, Anm. d. Aut.). Sagen wir einfach mal, dass ein Ort wie die Panoramabar in Berlin meinem Geschmack hundertprozentig entspricht.” Die Pannebar also. Hier ist er DJ (zu Gast bei Jesse Rose), hier kann er sein. Wild at heart ist der heute 32-Jährige im Grunde genommen immer schon gewesen. 1993 ließ sich der damals Siebzehnjährige auf den legendären Back-To-Basics-Parties in der Music Factory vom Resident Dave Beer in andere Dimensionen transportieren, und dieser Philosophie ist er bis heute treu geblieben. In seinem Album vereint er alles, was ihn als Leedser DJ und Produzent ausmacht: ein Hauch Chemicals, ein Quentchen Sheffield Bleeps, ein bisschen Kraftwerk, eine Prise Daft Punk und eine gute Portion Radioactive Man, gemischt mit bouncigem Partyhouse, und heraus kommt etwas gänzlich Neues: “The Truth” eben. Und so kommt es, dass Bobby Peru tatsächlich endlich ausgedient hat. Ein letztes Mal kommt er allerdings noch zum Zuge… “Y'all take a listen, you'll hear the deep sound comin' down from Bobby Peru.” Words und Protokoll: kat at planetkat dot com. KLink: http://www.myspace.com/paulwoolford |