14.08.2005 RL ARCHIVE SEPT 02 +++ Meilensteine der Technogeschichte – Meeting Mister Jeff Mills |
Schon fast sehnsüchtig und reminiszent baute Mills in den letzen zwei Jahren bedeutungsschwangere Musik zusammen und kreierte mit “At First Sight” ein Meisterwerk, welches mehr oder minder unterbewusst den Abschluss einer langen Ära signalisiert – ein Zeichen, dass Techno sich neu definiert? Steht der Umbruch unmittelbar bevor? Nicht nur musikalisch scheint sich ein Paradigmenwechsel zu vollziehen. Im Gespräch mit der Raveline-Action-Group gestattete Mister Mills tiefe Ein- und Rückblicke. “Ich liebe Techno nach wie vor” Gerade diesem drahtigen, kleinen Mann aus der ersten Generation von Detroiter Techno-Produzenten und DJs ist es zu verdanken, dass das gesichtslose Phänomen Techno auf weltweiter Ebene einen Botschafter bekam. Nachdem er Ende der Achtziger in die Fußstapfen von The Electrifying Mojo trat und als The Wizard technoide Klänge über den Äther jagte, wurde er Anfang der Neunziger durch mysteriöse, subversive Kombo Underground Resistance so richtig bekannt, dessen gleichnamiges Label er mit Mad Mike Banks und später Robert Hood betrieb. Durch seine Kooperation mit dem Berliner Label Tresor, zunächst unter den Projektnamen X-101, X-202 und X-303, machte sich Mills auch in Europa einen Namen. Mit seinem 1994 gegründeten Label Axis sowie seinem mehr praxisorientierten Imprint Purpose Maker feierte Mills erste internationale Erfolge. Bald erreichte Mills Kultstatus – nicht nur seine Residency im New Yorker Limelight Club und durch Auftritte in den schillernsten Techno-Metropolen der Welt, sondern auch durch zahlreiche Live-Mitschnitte seiner sensationellen Sets wie zum Beispiel “Live at the Liquid Room – Tokyo”, mit denen er nicht nur Technoliebhaber, sondern auch unzählige DJs inspirierte, trugen dazu bei. Mills schaffte es allerdings nicht nur, Techno zu einer Kunstform hochzustilisieren, sondern auch seine Vorstöße in die Welt der schönen Künste, sei es Fotografie, Malerei oder Film, fanden auch außerhalb der Technoszene große Anerkennung. Zeit, den Mythos der Legende Mills zu entzaubern. Schüchtern, aber höflich, intellektuell, aber nicht abgehoben, wirkt die zum Aushängeschild einer ganzen Generation mutierte, schmächtige Ikone Mills, wenn man ihn in einer Face-to-Face-Situation vor sich hat. Da sitzt Mills nun tapfer lächelnd in der Lobby eines klassisch eleganten Hotels in Knightsbridge, einem der luxuriösesten Stadtteile Londons, und hat nach eigenen Angaben noch kein Auge zugemacht. Es ist zwölf Uhr mittags und Mills, der von Chicago aus über Berlin nach London gereist ist, hat durch die Zeitverschiebungen den toten Punkt längst überwunden. “…eine Reise durch die Geschichte” Der Grund für seinen Jetlag-geplagten, 24-stündigen Aufenthalt in Englands Hauptstadt ist ein Jubiläums-Gig der besonderen Art – “Lost“, Steve Bicknells Traditionsevent, feiert seinen zehnjährigen Geburtstag. Techno, in England oft als teutonische Marschmusik abgestempelt, hat seit der getrennten Entwicklung der verschiedenen Dancemusik-Genres Anfang der Neunziger eine sehr stiefkindliche Position eingenommen. Landesweit gibt es nur wenige Enklaven von Kaliber, wo der distinguierte Techno-Connaisseur auf seine Kosten kommt, Mekka-mäßige Anlaufstationen für die oft sehr mit der Technomaterie vertrauten Fans. “Lost“ zieht eine Art Techno-Celebrity-Publikum, bestehend aus Sonar-Taschen-schwingenden Musikgazetten-Posern, Techno-Kennern und Möchtegernkenn(enlerne)rn, an. Dieses wird zum größten Teil vom internationalen Staraufgebot angelockt, das Steve Bicknell, selbst ein bekannter Techno-DJ und Produzent, jedesmal auffährt. Mal zockt Richie Hawtin Platten, mal Kevin Saunderson oder Juan Atkins, und jedesmal handelt es sich bei den Bookings um exklusive UK-Dates, so dass der Treck der Leute, die sich an den unregelmäßig vor Feiertagen stattfindenden Events einfindet, nicht abzureißen droht. Auch in der Nacht am 25. August versammelt sich in zwei Lagerhallen die englische Techno-Crème-de-la-Crème und wartet auf den Zauberer namens Mills. Die Spannung ist groß, und pünktlich wie ein Uhrwerk beginnt der kleine Mann hinter den Turntables zu rotieren, ein virtuoses Spektakel von rhythmisch loopender, groovend-prekussiver Intensität, denn Mills präsentiert ein treibendes Set voll von der für Detroit so bekannten groovenden Melodik und melancholischen, fast tragischen Strings und Flächen – und vielen alten Hits… Ist The Man of Tomorrow etwa zum Nostalgiker geworden? Einen Tag später kommentiert Jeff das Ganze folgendermaßen, während ich mich langsam mit Kaffee wachputsche: “Den Club gibt es jetzt seit einem Jahrzehnt, also habe ich viele Sachen auch für diejenigen gespielt, die jetzt seit Anfang an dabei sind. Platten wie ‘The Bells’ oder auch die alten Acidscheiben und UR-Nummern waren wie eine Reise durch die Geschichte des Techno, quasi eine Hommage an die Zeit, die die ‘Lost‘-Gänger geprägt hat.” “Wir haben Techno einfach falsch vermittelt” Jeff schaut ein wenig betrübt drein, als ich ihn nach den Unterschieden zwischen Damals und Heute frage, da er nicht nur Motown, Soul und Jazz mitbekommen hat, sondern eben auch die Entstehung von Techno, und an deren Verbreitung ja unmittelbar beteiligt war. Ohne wie ein Dinosaurier der Technoszene rüberzukommen, versucht der seit über zwanzig Jahre auflegende Mills eine ehrliche Einschätzung: ”Da habe ich mich jetzt auch gerade mit Dimitri vom Tresor drüber unterhalten. Es scheint mal wieder so etwas wie einen Wechsel zu geben. Die Szene unterliegt zur Zeit einem starken Wandel, etwas, das von Außenstehenden als Krise gedeutet wird. Deutschland, besonders Berlin, ist nicht mehr das, was es mal war. Die Leute waren früher offener. Damals war Technomusik noch etwas Neues. Mittlerweile wächst eine ganz neue Generation heran, für die Technosounds etwas ganz Normales ist. Wie gesagt, gestern habe ich mich mit Dimitri unterhalten, und wir haben beide ein wenig in unseren Erinnerungen geschwelgt. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir vielleicht eine Menge Fehler gemacht haben, als wir Techno nach Berlin geholt haben. Wir haben Techno einfach falsch vermittelt, und die langzeitlichen Konsequenzen bekommen wir heute in aller Tragik zu spüren. Wir haben damals eine völlig falsche Atmosphäre geschaffen, von einem sozialen Standpunkt her. Wir haben die zwischenmenschliche Komponente vernachlässigt. Im kalten Laserlicht, im Nebel gefangen, tanzt jeder für sich, allein. Man ist nicht wirklich eins mit den anderen Leuten, es gibt keine wirkliche Interaktion mit anderen, sondern man befindet sich in einer Art Blase. Auch wenn viele Verbundenheit zu den anderen spüren, haben sie doch meist nicht viel mehr gemeinsam als den Vibe der gleichen Droge. Das Problem ist aber nicht nur die Distanz, die durch die Räumlichkeiten geschaffen wird. Es ist eben die soziale Struktur eines Clubs. Und da haben wir eines nicht beachtet: Wir haben Frauen einfach nicht mit einbezogen. Mädchen. Das Weibliche generell.” “Frauen sind unterrepräsentiert” Jeff hat sich jetzt warmgeredet: “Damit meine ich nicht nur DJs, sondern das bezieht sich auf die Szene generell. Sie ist einfach nicht ausgewogen, Frauen sind unterrepräsentiert. Das gesamte Geschehen wird von Männern dominiert. Wo hin mein Auge fällt, ich sehe immer nur Männer – je länger die Nacht, desto weniger Frauen sind noch auf der Party. Auch die DJs gehen immer nur auf die Bedürfnisse von Männern ein: Sie werden immer härter, weil es das ist, worauf die Typen abfahren. Dabei entzieht sich jedes Ding, das zu einseitig wird, seiner eigenen Lebensgrundlage und wird sterben. Es gibt zwar viele, die es nicht wahrhaben wollen, aber wenn sich Techno nicht verändert und sich neuen Einflüssen öffnet, dann wird es als Stil, als Kultur, nicht überleben. Wenn ich jetzt noch einmal von vorne anfangen könnte, dann würde ich es anders machen. Anfang der Neunziger war das Spektrum ja noch nicht so unbalanciert. Dann kam es zu einer Abspaltung von House-Musik. Ich weiß noch, wie Dimitri und ich das Konzept für einen Houseclub ausgearbeitet haben. Stattfinden sollte das Ding am Mittwochabend in dem kleinen Vorraum des Tresores. Wir nannten es Bonito. Ganz am Anfang kamen zehn Leute, also überlegten wir uns ein neues Konzept und starteten Kochsessions. Direkt neben dem DJ-Booth wurde ein leckeres Chilli gekocht, während der DJ den passenden Sound lieferte. Vielleicht war das der Grund, warum so viele Leute restlos begeistert waren, weil genau so etwas bei Techno nicht passierte. Das Bonito-Konzept ging jedenfalls auf: der Club wuchs und wuchs. Gekocht wurde später allerdings auch nicht mehr. Heutzutage ist es schwierig, etwas ganz Neues zu etablieren. Die Menschen zu erreichen ist schwer geworden, denn die Aufmerksamkeitsspanne hat rapide abgenommen. Techno ist zum vermarktbaren Produkt geworden und hat durch die eindimensionale Darstellung seinen Facettenreichtum eingebüßt. Anfang der Neunziger war Techno gleichbedeutend mit Freiheit. Deutschland befand sich im Umbruch. Es war der Soundtrack einer neuen Generation. Was ist Techno heute? Die meisten Leute gehen heutzutage nur noch wegen der großen Namen auf die Parties und fühlen gar nicht mehr, was die Musik wirklich beinhaltet. Vielleicht ist das das Ende.” “Vielleicht ist das das Ende” Manche der alten Labels sind mittlerweile bei ihrem hundesten Release angelangt. Auch Tresor und Axis, Jeffs Label, gibt es seit über zehn Jahren, was aber von der nachwachsenden Techno-Generation nicht unbedingt bewusst wahrgenommen wird. Insofern fühlt sich Jeff, als würde er wieder bei Null anfangen: “Vielleicht sollte man die Gelegenheit wahrnehmen und einfach etwas komplett Neues anfangen. Das meiste gab es sowieso schon mal. Techno – das ist schon Geschichte, wie damals Jazz, als ich jung war. Die Ära war eigentlich schon vorbei. Ich konnte alles darüber lesen und mir vorstellen, was damals abgegangen ist. Aber erleben und fühlen konnte ich es nicht. Ich frage mich, ob die Leute die Besonderheit immer noch von Techno spüren. Ob sie immer noch ausrasten, weil jemand aus einem ganz anderen Teil der Welt kommt und seine Interpretation von Sound präsentiert. Ich vermute, dass das nichts Besonderes mehr ist. Vielleicht ist ihnen nicht bewusst, wo die Unterschiede liegen.” Resigniert sitzt Jeff da. Er macht sich viele Gedanken, vielleicht zu viele, wie er selbst sagt. “Aber das ist wichtig. Man darf sich nicht nur auf eine Perspektive beschränken. Viele Leute nehmen deswegen Dinge wahr, erkennen aber die größeren Zusammenhänge nicht. Ich glaube, ich verbringe einen Großteil meiner Zeit damit, Leute zu beobachten, und ich setze mich regelmäßig mit verschiedenen Leuten zusammen, um Erfahrungen auszutauschen. Wir versuchen dann, zu klären, wo die Probleme sind. Wir haben auf diese Art und Weise gemerkt, dass es keine richtige Kommunikation zwischen den kleinen Labels gab, obwohl die Motive ähnlich sind. Deswegen haben wir Musik&Maschine ins Leben gerufen. Wir haben versucht, etwas Neues zu schaffen. Mittlerweile hat sich der Schwerpunkt des Events zwar verschoben, aber es ist und bleibt eine gute Sache. Es gibt so viele kleine Labels und Veranstalter weltweit. Wenn die alle zusammenarbeiten würden statt allein in einem Vakuum zu operieren, könnte man viel mehr erreichen. Dass so etwas leider nicht zwangsläufig funktioniert, zeigt sich ja schon in Detroit. Obwohl wir alle am gleichen Strang ziehen, sitzt jeder auf seiner eigenen Insel. Wir haben es versucht, aber es hat nicht geklappt. Und es war noch nicht einmal wegen des Geldes…” “Ich will keine Backstage-Party” Lachend fügt Mills hinzu: “Lass’ mich noch einmal schnell den Mythos, dass man mit Techno schnell reich werden kann, beseitigen. Liebe Leser: Gerade im Bereich Techno geht im Vergleich zu anderen Sparten der elektronischen Musik oder HipHop nicht viel. Man kann einfach nicht alles verallgemeinern: Techno-DJs verdienen nicht so viel wie Paul Oakenfold. Das ist eine ganz andere Dimension. Technolabels verkaufen um die 1000 Pressungen einer Platte, sie machen sogar häufig Verluste. Die Leute machen Techno, weil sie es lieben.” Interessanterweise gibt Mills einen Einblick über die Stückzahl seiner Plattenverkäufe auf seiner wirklich gehaltvollen Website, wo auch tiefgreifende Diskussionen geführt werden – die Anzahl der Verkäufe nahm in den letzten Jahren stetig ab. Mills fährt fort: “Viele Menschen checken einfach nicht, dass Techno hauptsächlich von Musikliebhabern für Musikliebhaber produziert wird.” Vielleicht wird Mills gerade wegen seiner idealistischen Ansichten und seiner Weltverbesserungstendenzen manchmal vorgeworfen, dass er eine arrogante Person sei. Aber hier sitzt ein Mann, der auf die Vierzig zugeht, der durch seine Entrücktheit und Ernsthaftigkeit wie von einem anderen Planeten rüberkommt. Er entzieht sich gängigen Techno-Zirkus-Praktiken, denn für ihn ist ein DJ nicht dazu verpflichtet, eine Show zu liefern und riesige Fan-Trauben sowie einen separaten VIP-Hofstaat um sich zu scharen. “Der Grund”, sagt Jeff, “warum ich ungerne Leute auf die Bühne lasse, liegt eigentlich auf der Hand. Ich will keine Backstage-Party, ich will mich auf meine Sets konzentrieren. Die ersten zehn Minuten sind am schwierigsten. Da gilt es, die Aufmerksamkeit der Leute zu erlangen. Ich muss versuchen, eine Verbindung zwischen mir und dem Publikum aufzubauen. Ich muss fühlen, ob die Musik bei den Menschen ankommt, wie sie sie aufnehmen und umsetzen. Das kann ich nicht, wenn jemand zwischen mir und meinem Plattenkoffer steht und sich erst einmal eine dicke Tüte baut. Da kriege ich jedesmal die Krise. Ich trage eine große Verantwortung für mich und mein Label und genauso für die Leute, die für mich arbeiten. Wenn ich im Flughafen angehalten werde und in meinen Plattenkoffern sind irgendwelche Dopebrocken, dann kann ich alles, wofür wir all die Jahre gearbeitet haben, in die Tonne kloppen. Das will ich nicht.” “Mein Präsident will in den Krieg ziehen” Viele tiefgreifende Gedanken hat sich Jeff auch bei der Erstellung seines soeben veröffentlichten Album „At First Sight“ gemacht: „Wenn ich Musik produziere, dann hat das für mich einen sehr visuellen Charakter. Daher ist für mich das Zusammenspiel von Sound und Titel des Tracks sehr wichtig. Mit der Musik versuche ich Bilder, Gefühle und Stimmungen heraufzubeschwören, die mit dem Titel harmonisieren, so dass der musikalische Eindruck sich darin widerspiegelt und umgekehrt. Das kann man zum Beispiel beim ersten Track erkennen, er heißt ‚The March‘. Ein einziges Element steht heraus und zieht sich wie ein roter Faden durch den Track. Ich hoffe, dass die Zuhörer die Energie fühlen, die von diesem Element ausgeht, wie ein Mensch, der aufsteht und sich für etwas einsetzt, sich auf einen Protestmarsch begibt.“ „At First Sight“ ist, wie er findet, sehr düster, aber gefühlvoll und fängt mit komplexen Sequenzen Stimmungen ein, die danach schreien, etwas zu vermitteln: „Sie sagen dir etwas, lehren dich etwas, nehmen dich irgendwo mit hin. Deswegen gibt es bei jedem Track ein Element, das dominiert.“ Jeff fährt fort: „Ich will damit das Gefühl vermitteln, dass diese Tracks etwas zu bedeuten haben, dass sie wichtig sind, wie Bilder oder Szenen in einem Film.“ In der Tat beschwört Mills mit schwermütigen, detroitigen Harmonien, Strings und Bleeps Bilder längst vergangener Zeiten herauf, denn eigentlich ist das Album bereits Vergangenheit. Tatsächlich ist Mills schon längst weitergereist: “Ich liebe Techno, aber zur Zeit passieren so viele Dinge, die von ihrer Wichtigkeit her die Brisanz von Technomusik bei weitem überschreiten,” sagt Mills: “Ich meine, wie soll ich es anders in Worte fassen: Mein Präsident will in den Krieg ziehen! Was das für Konsequenzen hat, was das mit den Köpfen der Menschen in Amerika anstellen wird, können wir noch gar nicht absehen, aber es wird uns auf Jahrzehnte traumatisieren. Dagegen muss man doch etwas tun. Also finde ich zur Zeit die Vorstellung, Musik für eine hedonistisch ihre Sorgen wegfeiernde Masse zu machen, wenig zufriedenstellend. Auch meine alten Themen wie das Universum, Zeit und Raum empfinde ich als zu abgehoben und distanziert von dem, was gerade hier auf der Erde passiert. Das waren die Nineties – eine sorgenfreie Zeit – aber es ist Zeit, zurück auf den Boden der Tatsachen zu kommen! Heute möchte ich mehr tun, mehr Menschen erreichen. Ich möchte keine Musik machen, um den Leuten zu gefallen, sondern, um sie zu erleuchten. Das ist für mich eine Herausforderung! Ich werde noch weiter gehen und Visuelles mit meinem Sound verbinden, um meine Message auch durch Bilder rüberzubringen. Das würde noch mehr in den Köpfen bewegen.” Ein erster Schritt in diese Richtung war die Vertonung von “Metropolis”, ab November übrigens permanent im Museum für Musik in Paris zu hören. Außerdem arbeitet Mills schon seit geraumer Zeit an einem Filmprojekt namens “Mesmerized”, und diverse andere Filmprojekte wurden bereits bei “Lost“ gescreent, zuletzt am 29. September. Das schwere Erbe der Urväter von Detroit, ihre Vision weiterzugeben, hat Mills vor langer Zeit angetreten. Nun löst er sich endgültig von den Restriktionen des Clubs, um in UR-alte, für viele aber doch so neue Sphären jenseits aller Konventionen vorzudringen. Gespräch und Text: Kat Richter, Thanks to: Luke Charles, Touché, Sarah, Sheree, Steve, The Cunt and Denver from Brixton… Könnt ihr Techno (immer noch) spüren? Link: www.axisrecords.com |