14.08.2005 RL ARCHIVE OCT 02 +++ Mateo Murphy: Murphy´s Law – The Man Behind The Scenes |
Gesagt, getan. Da sich der kleine Kanadier mit dem niedlichen Stirnrunzeln sowieso gerade auf Europatour befand und in Clubs und auf Raves in Berlin, Frankfurt und Würzburg sein Können bewies, luden wir ihn kurzerhand ein, auf dem Raveline-Truck der diesjährigen Love Parade aufzulegen. Hätte er geahnt, dass er gezwungen sein würde, für über zehn Stunden mit einem Haufen Irren auf dem Raveline-Truck zu verweilen, an der Siegessäule stundenlang dem lustigem Potpourri von Dr. Mottes, Woodys und Westbams eigenen Hits zu lauschen, und seine Plattenkiste in einem Einkaufswagen ins Hotel zu transportieren, dann hätte er laut aufgeheult und sich verweigert. Dabei sah alles so gut aus, als wir vor ein paar Monaten telefoniert hatten und uns schließlich auf dem Sónar-Festival in Barcelona trafen… Raveline: "Und, wie war die Love Parade für dich?" Mateo Murphy: "Es war super. Wir DJs haben uns so gut ergänzt! Erst Umek und Valentino mit ihren funky Disco-Loops, dann Tim Taylor mit seiner sehr kreativen Auswahl und seinen harten Nu-Energy-Disco-Style, und dann ich, und ich fahre eine sehr ähnliche Linie. Hart, Moroder-mäßig, Italian Disco-Style Elektro-Techno irgendwie. Tim Taylor und ich haben uns auch gleich richtig gut verstanden... (lacht) Er hat mir ein Missile-T-Shirt geschenkt, in giftgrün, Größe XXL. Was ihn da getrieben hat, weiß ich nicht… Ich muss übrigens ein Lob aussprechen: Die Musik auf dem Raveline-Truck war bei weitem am besten. Der ganze cheesey Trance auf den anderen Trucks war ja nicht zu ertragen..." Raveline: "Und wie fandest du Berlin insgesamt?" Mateo Murphy: "Genial. Ich habe während meiner ganzen Zeit in Europa nicht so viel gefeiert wie in Berlin! Ich war selten vor acht im Bett! Interessant war auf jeden Fall auch das Szene-Gehabe der Berliner. Die scheinen unheimlich viel Wert auf das gesamte Drumherum zu legen, besonders bei der Elektro-Szene. Da muss man schrille Klamotten tragen und sich unheimlich artsy-fartsy benehmen, um dazuzugehören. Sehr cliqueig, aber auch das Aufregendste, was zur Zeit so geht. Das erinnert mich sehr an die ganze Bewegung der Sechziger – Velvet Underground und so. Viele Drogen, und es wird auch nicht so viel Wert auf die Musik gelegt, sie ist nur ein Teil. Das hat sich auch in Berlin widergespiegelt: Viele DJs konnten gar nicht richtig auflegen, da ging es mehr um Show und die perfekte Inszenierung. Tiga hat davon auf jeden Fall die Schnauze voll davon, und ich kann nachvollziehen, warum es ihm zu viel wird. Aber auch jenseits des ganzen Gigolo-Zirkusses war jede Menge los: Bei Musik & Maschine und im Tresor zum Beispiel. Da habe ich auch Tim Taylor wiedergetroffen, wir wollen jetzt was zusammen auf Missile machen…" Raveline: "Wie kommt es eigentlich, dass du in Europa bist?" Mateo Murphy: "Aaaalso, ich bin immer noch ganz perplex, wie das Ganze zustande gekommen ist. Die vage Idee, mal nach Europa zu reisen, hatte ich schon eine ganze Weile. Einfach, um zu gucken, wie hier die Szene ist, die Clubs, der Musikmarkt, alles… Letzten Endes geklappt hat alles aber nur, weil ich mich bei einer Organisation namens ‚Someone Else‘ – einem internationalen Jugendfördungswerk – beworben habe. Die haben von der Regierung von Québec Zuschüsse bekommen, um den Austausch von jungen, relativ unbekannten Künstlern zu fördern. …um ihnen bessere Aussichten zu gewähren, um den Austausch von Ideen zu unterstütze, den Horizont zu erweitern und so weiter. Wir kriegen nicht nur ein Budget fürs Reisen, sondern auch noch ein 14-tägiges Taschengeld. Meine ersten paar Gigs in Paris und der Schweiz kamen allerdings durch eine Company namens The Meg zustande. Die fördern den Austausch zwischen frankophonen Ländern." Raveline: "Was fällt dir auf, wenn du Europa mit Kanada vergleichst?" Mateo Murphy: "Mittlerweile fällt mir gar nichts mehr auf. Ich will nur noch schlafen. Von Holland habe ich gar nichts mitbekommen. Jetzt bin ich in London, und alles, was ich bis jetzt registriert habe, ist, dass mein Flug nach England 45 Minuten gebraucht hat und meine Bahn vom Flughafen bin nach Nordlondon 3 Stunden. Das ist seltsam. Am Anfang hab‘ ich noch versucht, Deutsch zu lernen, aber mittlerweile wird mir das alles zu viel… Aaaargh!" Raveline: "Wo genau in Deutschland hast du denn bis jetzt schon aufgelegt?" Mateo Murphy: "Mein erster Gig in Deutschland war im Ostgut. Den Club an sich fand ich schon ziemlich genial, aber ich habe gehört, dass der ja auch – genau wie der Tresor – bald zumachen muss, das scheint ja im Moment ein echtes Problem in Berlin zu sein… Naja, auf jeden Fall hab‘ ich dort ein ziemlich typisches Mateo-Murphy-Set gespielt, das ist ganz gut angekommen. Die Feiercrowd war auf jeden Fall sehr angenehm, ein gut gemischtes Publikum aus normalen Leuten, Gays und Techno-Kiddies. Das ist mir auf jeden Fall aufgefallen, denn in Nordamerika sind es schon hauptsächlich Raver, die auf Techno feiern. Dann habe ich noch auf einer Party in Franfurt aufgelegt, die in einem Straßentunnel stattfand. Das fand ich schon ziemlich abgefahren, dass Leute da getanzt haben, wo normalerweise Autos langfahren. An einem Punkt habe ich es fast geschafft, die Tanzfläche leerzuspielen. Die Leute in Frabkfurt scheinen nicht auf Breakbeats zu stehen. Das werd' ich in Zukunft berücksichtigen… Außerdem habe ich noch im Airport in Würzburg gespielt, aber in einem der Nebenräume, der leider nicht gerade voll war. Aber mein Set war wirklich ganz passabel, also hoffe ich, dass ich dort noch einmal gebucht werde. Ich plane sowieso, im November noch einmal für einen Monat nach Europa zu kommen, weil sich so viele Chancen ergeben haben. Wo genau ich dann auflegen werde, wird sich zeigen." Raveline: "Und, kann man insgesamt ein unterschiedliches Feierverhalten bei den Europäern feststellen? Ist es nicht schwer, als ein nordamerikanischer DJ für eine völlig andere Crowd zu spielen?" Mateo Murphy: "Nööö, das war bis jetzt eigentlich ganz okay. Ich hab‘ sowieso nur meine besten Platten eingepackt und den Leuten scheint mein Style zu gefallen, besonders in Spanien bin ich sehr gut angekommen. Spanien hat mich umgehauen, nicht nur wegen dem Sónar-Festival. Das Land ist, was Techno betrifft, viel weiter, als man denken würde. Da gibt es in jedem Mainstream-Musikgeschäft eine unglaubliche Techno-Auswahl! Die hatten zum Beispiel einen kompletten Backstock von Downwards, dem Surgeon-Label aus Birmingham. Der spanische Sound unterliegt auch einem starken Einfluss aus London, Leute wie Oscar Mulero haben den Sound von Mark Broom, Ben Sims und Oliver Ho verinnerlicht und machen da ihr eigenes Ding draus. Das ist auch genau der Sound, auf den ich abfahre, obwohl sich die Einflüsse der diversen europäischen Produzenten in Montréal mischen – Schweden-, UK- und deutscher Techno – und dann bastele ich mir da meine eigene Interpretation von Sound draus. Die Erfahrungen, die ich hier gesammelt haben, werden ich sicher auch in meinen Sound integrieren." Raveline: "Gibt es denn so etwas wie einen Montréal-spezifischen Sound? Hierzulande wird ja immer wieder Bezug auf das Knister-Klang-Spektrum diverser Minimal-Produktionen genommen, und seitdem ‚Montréal Smoked Meat‘ erschienen ist, wird ja gerne von einem neuen Sound gesprochen… Bezieht sich das auch auf euren Techno?" Mateo Murphy: "Naja, eine Szene gibt es schon, aber erst seit maximal fünf Jahren tut sich wirklich etwas. Montréal hatte – wie Berlin – schon immer einen Haufen Künstler, aber die Anerkennung von außen ist eine neuartige Erscheinung. In Toronto gibt es Hunderte von Labels, vielleicht weil es näher an Detroit liegt und sich dort auch das ganze Kapital kumuliert. Unser Montréaler Techno-Sound wurde von Detroit niemals beeinflusst, nur der europäische Sound hat wirklich Einfluss genommen. Tigas Turbo-Label gibt es jetzt seit zirka drei Jahren, und auch Misstress Barbara hat mit Relentless dafür gesorgt, dass Techno aus Montréal mittlerweile ein Begriff ist. Auf meinem eigenen Label Default gibt es mit Künstlern wie Delage und Preach einen sich langsam herauskristallisierenden Sound… Die machen auf jeden Fall Musik, die genau auf meiner Wellenlänge ist. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt und ob man es irgendwann ‚Style‘ nennen kann..." Raveline: "Misstress Barbara hat sich nicht für das Austauschprogramm beworben, oder? In Deutschland war sie auch erst einmal zu hören und seit I LOVE TECHNO in Belgien habe ich ihren Namen auch auf keinem Line-Up mehr gefunden…" Mateo Murphy: "Sich bei ‚Someone Else‘ zu bewerben hat jemand mit ihrem Bekanntheitsgrad gar nicht nötig… Sie hat es wirklich geschafft! Sie hat Bookings in Asien, Südamerika und Australien und ist mit Abstand der bekannteste weibliche DJ der Welt…" Raveline: "Schade, dass man sie nicht öfter in Deutschland bucht, denn gerade hier zu spielen muss für einen Techno-DJ doch auch eine Frage der Ehre sein… Legt sie denn häufig in Montréal auf?" Mateo Murphy: "Nein, nur ein- bis zweimal im Jahr. Sie war ja jahrelang Resident im Sona-Club, aber nach einem Riesenstreit mit dem Clubbetreiber hat sie dann dort aufgehört und sich dann mehr auf ihre Solo-Karriere konzentiert. Aber wenn sie nach Montréal kommt, dann zieht sie eine Riesencrowd." Raveline: "Das ist aber ungewöhnlich. Normalerweise kriegen weltbekannte DJs gerade in ihrer Heimatstadt kaum Support…" Mateo Murphy: "Sie hat eine Riesenfanbase hier, mich inbegriffen." Raveline: "Erzähl‘ mal ein bisschen über Default…" Mateo Murphy: "Default ist ein kleines Label, betrieben von Jean-Michel Cauvin und mir. Bis jetzt gibt es nur neun Releases. Ich bin dort eingestiegen, weil ich dadurch ein Outlet für die Musik habe, die ich persönlich gut finde, und damit befreundeten Künstlern ein Forum biete, deren Musik ich für hörenswert halte, zum Beispiel von Delage und Preach. Ich kann also nicht behaupten, dass mir damit der große Durchbruch gelingt, wie zum Beispiel Tiga mit Turbo. Dazu sind die Namen der Künstler viel zu unbekannt, mich selbst mit eingeschlossen. Aber das ist mir auch egal." Raveline: "Hast du deine eigenen Platten eigentlich während deiner Europa-Rallye mal ausgetestet?" Mateo Murphy: "Nein, ich muss ehrlich zugeben, dass mir meine eigenen Produktionen irgendwann zum Hals raushängen. Wenn sie endlich auf Vinyl gepresst sind, hab‘ ich die schon tausend Mal gehört… Obwohl: den Umek-Remix von meinem ‚Love Express‘ habe ich sogar auf eurem Wagen gezockt, da ist er auch ganz gut angekommen. Übrigens das erste Mal, dass ich die Nummer gespielt habe. Nee, ich checke lieber, ob irgend jemand meine Platten spielt, das ist für mich dann ein Kompliment, und dadurch sehe ich ja, ob die Platten ankommen oder nicht. Meinen ‚TGV Experience‘-Remix von Tiga habe ich ein paar Mal gehört…" Raveline: "Wie kommt es eigentlich, dass du DJ geworden bist? Eine besonders egozentrische Feiersau scheinst du ja nicht gerade zu sein…?" Mateo Murphy: "Naja (lacht), ich bin tatsächlich nicht durch die Szene zum DJen gekommen. Mich hat Musik einfach schon immer interessiert, deswegen habe ich immer wie blöde Platten gekauft. Angefangen habe ich vor zwölf Jahren als einer dieser Mobile-Disco-Diskjockeys, der Highschool-Feierlichkeiten beschallte. Irgendwann hatte ich allerdings gestichen die Schnauze voll und hing meine ‚DJ-Karriere‘ vorerst an den Nagel. Aber dann habe ich angefangen, in Clubs zu gehen, und das hat mich dann inspiriert, weiterzumachen." Raveline: "John Acquaviva hat ja auch so angefangen… So nach dem Motto: ‚And now I‘m gonna play something slow for the ladies…" Mateo Murphy: "Ja, so ungefähr… Man lernt dabei aber, wie man die Leute zum Tanzen bringt. Man muss wirklich auf die verschiedenen Vorlieben der Leute eingehen, ein bisschen was von allem spielen. Das ist eine ganz andere Welt. Aber dadurch hatte ich schon eine Menge Erfahrung, als ich schließlich als Club-DJ angefangen habe." Raveline: "Die Schule hast du aber irgendwann abgebrochen, weil du dich auf deine Karriere als DJ konzentrieren wolltest?" Mateo Murphy: "Ja, aber das hat zuerst doch nicht ganz so hingehauen, wie ich das wollte (lacht). Ich habe dann doch noch nebenher gejobbt und schließlich eine Ausbildung zum Programmierer gemacht. Aber das war eigentlich ganz gut so, denn obwohl ich den Job mittlerweile aufgegeben habe, damit ich mehr Zeit im Studio verbringen kann, würde ich jederzeit wieder anfangen zu arbeiten, da das garantiert, dass ich meine finanzielle Unabhängigkeit bewahren kann und somit nicht auf Jobs angewiesen bin, die ich nicht machen möchte. Raveline: "Und, hast du schon Pläne, was du machen wirst, wenn du wieder zurück bist?" Mateo Murphy: "Jaaaaa – produzieren ohne Ende! Meine Residency im Aria-Club kann ich hoffentlich auch wieder aufnehmen. Abgesehen davon werde ich weniger auflegen und dafür jede Menge Tracks machen. Nachdem ich jetzt hier in Europa war, liegen einige Anfragen von diversen Labels vor, da muss ich mich langsam dranmachen. Dann gehe ich wieder mit meinem Partner Tiga ins Studio. Wir planen einige Tracks zusammen, und ich soll außerdem mit der Produktion seines Albums anfangen, das nächstes Jahr herauskommen soll…" Raveline: "Welche Labels haben Interesse an dir?" Mateo Murphy: "Tortured und Intec. Sowohl Billy Nasty als auch DJ C1 und Carl Cox spielen meine Tracks, also war von deren Seite das Interesse groß, dass ich was auf deren Labels veröffentliche. Deswegen bin ich unter anderem bis zur PopKomm in England. Ich lege außerdem in Fabric auf, mein Traum wird wahr!" Raveline: "Und habe ich da gerade richtig gehört, du hilfst Tiga bei seinem Album?" Mateo Murphy: "Ja, klar. Ich habe bis jetzt jeden von Tigas Tracks mitproduziert, bis auf die ‚Sunglasses At Night‘, da hat Tiga ja mit Jori Hulkkonen im Studio rumgepisst." Raveline: "Bist du nicht etwas angenervt, dass Tiga die ganzen Credits für eure gemeinsamen Produktionen einheimst?" Mateo Murphy: "Na klar ist das manchmal ein Problem für mich. Er ist derjenige, dem alle Aufmerksamkeit der Medien zuteil wird, weswegen er all die fetten Bookings bekommt, und dass, obwohl ich fünfzig Prozent der Arbeit geleistet habe. Da tut es schon weh, wenn die Medien von ‚Tigas neuem Hit‘ sprechen, obwohl zum Beispiel der Märtini-Brös-Remix auch meiner ist. Auf jeder Platte ist das zu lesen. Aber das ist nicht Tigas Schuld. Er puscht mich ja, wo er kann! Er hat zum Beispiel die ‚Love Express‘-Remixe von Umek und Chris Liebing angeleiert, damit ich in Europa bekannter werde. Und in manchen Dingen beneide ich ihn wirklich nicht: Er wird in Interviews eigentlich nie nach seiner Musik gefragt, sondern nur nach seiner sexuellen Orientierung. Dabei ist er kein bisschen schwul. Er hat seit acht Jahren die gleiche Freundin und hat sich sogar ihren Namen tätowieren lassen! Für ihn war Elektro ursprünglich so spannend, weil die Szene sich nicht so ernst genommen hat, man sich verrückt anziehen konnte, und eine Menge Frauen dabei waren! Mittlerweile bereut er es, ‚Sunglasses‘ unter seinem eigenen Namen produziert zu haben, denn nun hat er ein Image weg, dass er nur schwer wieder loswird. Wenigstens ist das bei mir nicht der Fall." Woher kennt ihr euch eigentlich? Mateo Murphy: "Tiga kannte ich schon eine ganze Weile, bevor wir angefangen haben, zusammen zu arbeiten. Er war einer der bekanntesten DJs der Stadt, er hatte sogar seine eigene Radioshow. Nachdem ich die Schule abgebrochen habe, fing ich an, in Tigas Plattenladen zu arbeiten. Unsere Kooperation kam aber erst Jahre später zustande. Da habe ich schon länger produziert und war bereits bei Default eingestiegen. Turbo hat mich gefragt, ob ich nicht ein paar Tracks für die Double-Mix-CD von Tiga beisteuern wolle – die "Mixed Emotions", die ihn besonders in den USA unheimlich bekannt gemacht hat… Seitdem arbeiten wir zusammen." Raveline: "Wohin sollte ein Raveliner gehen, wenn es ihn oder sie nach Montréal verschlägt?" Mateo Murphy: "Also, es gibt nur zwei richtig gute Nightclubs, und zwar Aria und Sona, den von Angel Moraes designten Club. Freitags ist in beiden Club traditionell Techno, samstags House angesagt. Am besten ist Montréal zu Mutek-Zeiten, während der Musikmesse finden viele geile Parties statt. Oder wenn das Frickel-Spektakel von Elektroakustiker Alain Thibault stattfindet, Elektra heisst es. Freitags würde ich vor der Afterhour im Aria die Bar Laika empfehlen, da wird Minimal-Sound im Revolver-Style von Jeff Milligan gespielt. Gut für deepen House war außerdem der Stereo-Club – ob‘s den noch gibt, weiß ich nicht – und in der Blue Dog Bar spielen sie freitags fetten Drum‘n‘Bass. BlizzARTs nebenan ist auch nett." Words and Interview: Katrin Richter Thanks to Shaz Sheibani for initialising the interview. Websites zum Auschecken: www.mateomurphy.com – Mateos Homepage mit Reisetagebuch www.ascendrecordings.com – Label von Jean-Michel Cauvin, Mateo Murphy und Martin Chartrand www.defaultrecordings.com – Ascend Recordings Sublabel, betrieben von Murphy und Cauvin www.turborecords.ca – Tigas Überfliegerlabel www.bombayrecords.com – Montréaler Deepgroove-House-Label mit Releases von Roy Davis Jr. und Angel Moraes www.mutek.ca – großes elektronisches Musikfestival in Montréal, mit internationalen Avantgardekünstlern www.33-mtl.com – Webzine Urbain Underground Québéquois: Techno, Graffiti, HipHop www.techno.ca – geniales Portal zu Andrew Dukes Cognition (bahnbrechende Radiosendung), mit Partytips für Montreal, Toronto und Vancouver (USA) www.urbnet.com – Techno, House und D'n'B in Vancouver (USA), Winnipeg, Edmonton, Toronto, Ottawa, Montréal, Halifax, Calgary... |