07.08.2005 RL ARCHIVE JAN 05 TITLE +++ Laurent Garnier - Der Wolkenschieber |
Immer wieder drängen sich traumhaft-alptraumhafte Bilder auf. Und Fragen. Was hat den 39-Jährigen dazu bewegt, den bereits mit “Unresonable Behaviour” eingeschlagenen Weg weg von seinen Clubursprüngen weiterzugehen und mit seinem neuesten Werk sogar komplett unbekanntes Terrain zu betreten? Was hat ihn dazu bewogen, ein so forderndes, bisweilen sogar etwas unbehaglich-ungemütliches, unbequemes Listeningalbum zu erschaffen? Was steckt hinter “The Cloud Machine”? Kocht Laurent mit heißem Wasser? Hirngespinste? Luftschlösser? Wolkenkuckucksheim? Raveline redet als erstes Musikmagazin der Welt mit dem aufgeregten Franzosen. "Man's right to know, to learn, to inquire, to make bona fide errors, to investigate human emotions must, by all means, be safe, if the word ‘freedom’ should ever be more than an empty political slogan." Wilhelm Reich Ceci n’est pas un pipe Nur eins steht fest: Die “Cloud Making Machine” existiert. Sie befindet sich in den Gemäuern einer alten Fabrik. Im Sekundentakt schnauft sie watteweiche Wölkchen aus, die dann in langgezogenen Tupfen über den Himmel gleiten. Egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, die Wolkenproduktion hat immer Hochkonjunktur – der Bedarf ist wie immer ungebremst. Direkt gegenüber steht ein Haus mit großen Fenstern. Im Zimmer mit dem größten Fenster sitzt ein Mann und denkt nach. Versonnen betrachtet er die Gase, die in den Himmel ziehen, in die Atmosphäre hinausgleiten. Der Mann heißt Laurent Garnier und ist Frankreichs bekanntester Export-DJ. Sein Label F Communications ist eines der renommiertesten Imprints der Welt. Die Fabrik gegenüber, in der sich die Wolkenmachmaschine befindet, fasziniert ihn und auch alle Kinder, die ihn und seine Familie besuchen kommen, seit langem. Was läge da näher, als seinen soeben fertiggestellten Longplayer “The Cloud Making Machine” zu nennen? Der Name: Fantasievoll, poetisch und kindlich zugleich. Der Sound: gereift, düster und trippig. Laurent Garnier ist erwachsen geworden. Denkt man, wenn man das Album hört und sich mit seiner Biografie auseinandersetzt. Im Januar wurde der mittlerweile 39-Jährige zum ersten Mal Vater, Vater eines Sohnes, und dieser Prozess der Bewusstwerdung und Bewusstseinserweiterung hat mit Sicherheit Einfluss auf sein Album genommen. Fühlt man. Natürlich ist es nicht so einfach mit den Erklärungen. Ein Großteil der Tracks ist schon vor Jahren fertiggestellt worden. Vor allem war “The Cloud Making Machine” eine schwere Geburt. Ganz im Gegensatz zu Arthur – so heißt Laurents Sohn. Der kam ohne Komplikationen innerhalb weniger Minuten zur Welt. Maternelle Machinelle Aber Parallelen gibt es doch: Laurent teilt sein Gefühl, dass er sich noch so sicher ist, ob er die richtige Entscheidung getroffen hat, mit dem Hörer. Genau wie er sich ins Vatersein und in das Album reinfühlt, muss man erst einmal um einen persönlichen Zugang kämpfen, nach dem richtigen Zeitpunkt und der richtigen Stimmung suchen. Die seltsamen Soundkollagen, Traumskulputuren und schon fast surrealen Szenarien, die seine Wolkenmaschine produziert, hängen wie eine düstere Wolke im Raum, wie ein Fragezeichen, das über den Köpfen der verwirrten Fans thront und so manchem Marketingmenschen Bauchweh bereitet. Ein Album für Liebhaber, auf dieses Etikett hat man sich jetzt geeinigt. Das ist der Arbeitstitel für das detailliert gestaltete Sammlerobjekt. Die CD kommt komplett mit kompliziert zu entfaltendem futuristisch-retroid wirkendem Artwork, das Design-technisch auf den Zukunftswahn und Weltraumboom der späten Fünfziger und frühen Sechziger anspielt und inhaltlich Aufschluss gibt über das musikalische Konzept der “Cloud Making Machine”. Das Booklet, designt von einer talentierten Pariser Künstlerin, dient als Schlüssel. Auf Vinyl wird das Album nur streng limitiert, in minimalster Auflage, an erlesene Individuen verteilt. Man ist sich nicht sicher, wie die “Cloud Making Machine” vom Publikum aufgenommen wird. Diese Unsicherheit ist klar und deutlich an den Gesichtern der Beteiligten abzulesen, Zweifel schwingt in der Stimme mit, und auch ein wenig Angst. Natürlich hat Laurent Angst, dass die Hörer sein Album nicht mögen werden. Das gibt er unumwunden zu. Denn so sehr wie mit diesem Album hat er sein wahres Ich noch nie entblößt, so viel Offenbahrung wie hier hat auch er selbst zuvor noch nie zugelassen. Soulbusting Er lässt die Menschen in seine Seele schauen, und diese Seele war in den letzten vier Jahren, wenn sie sich im Recordingstudio befand, dunkler als die des Laurent Garnier, dem Techno-DJ-Held, der stets als der spirituelle Massimo Leader of The Pack vor die Crowd tritt und sie unverdrossen und ohne zu zaudern mit einer charakteristisch abenteuerlichen und frenetisch gefeierten Mischung aus Techno, House, Elektro, Drum’n’Bass und Rock’n’Roll ins gelobte Land führt: “Die letzten vier Jahre waren für mich persönlich die krisenreichsten und schwierigsten Jahre, die ich je erlebt habe. Das spiegelt sich auch in meiner Musik wider. Aber ich hatte keine andere Wahl – ein Artistalbum muss aus dem Herzen kommen.” Eine Krise zu durchlaufen und diese im Studio in eine kreative Sache umzuwandeln, ist eine sehr persönliche Angelegenheit; seine Fans daran teilhaben zu lassen, erfordert sehr viel Kraft. Allen Beteiligten wird das Äußerste abverlangt: Laurent macht es sich selbst und dem Hörer nicht einfach. Hier geht es nicht um ein oberflächliches Entertainen der Masse vor der Kanzel, denen man immer wieder versönlich leicht degustierbare Brocken hinwirft, sondern um einen schmerzvollen Selbstfindungsprozess, der bis an die Grenzen der Selbstzerfleischung zelebriert wird. Eine ganz schöne Herausforderung? Ja. Aber das ist nicht mal Laurents Absicht gewesen. “Es ging mir nicht darum, provokant zu sein. Es ging mir darum, das zu tun, was mich glücklich macht. Aber als ich das Album dann einigen Leuten vorgespielt habe, ist es zunächst nicht so angekommen, wie ich mir das vorgestellt habe. Es dauerte zum Teil sehr lange, bis sie Zugang dazu fanden. Das hat mich ganz schön verunsichert. Schließlich kam das alles aus meinem Inneren. Erst jetzt beurteile ich mein Album völlig objektiv. Und wenn ich es mir losgekoppelt von allen Faktoren anhöre und mir vorstelle, dass es das Album von jemand ganz anderem ist, dann denke ich doch bei einigen Songs: ‘So einen Track hätte ich auch gerne gemacht.’” Little Clonky Sounds Das Album ist genau das Richtige, wenn man in sich selbst versinken will. Sachen mit sich ausmachen muss, mal wieder reinen Tisch mit sich machen möchte. Vielleicht in Form eines langen, introvertierten Denkprozesses zu sich finden will oder einen Brief an einen langjährigen Freund verfassen möchte, in dem man seine Gedaken teilt. Das Album animiert zum Denken, zum Insichgehen, zum Sammeln und zum Reflektieren von Ereignissen in der eigenen Vergangenheit. Denn genau das war auch die eigentliche Idee, die hinter “The Cloud Making Machine” steckt, welches auch für Laurent eine große Rolle gespielt hat. Zunächst einmal war aber etwas ganz anderes geplant: Eine Art Radioshow, frei nach dem Konzept von Laurents unabhängiger und unkommerzieller Internetradiostation Pedro’s Broadcasting Basement, kurz PBB, der live aus Laurents Keller um die Welt funkt und seine Fans mit seiner unorthodoxen Mischung von Livemixen und alten Jazzplatten begeistert. “Mein Album sollte sich so anhören wie eine Reise durch die verschiedenen Frequenzen eines Radios, als ob man sich von Track zu Track durchnudelt, mit jeder Menge Interferenzen und Störgeräuschen zwischen den einzelnen Songs, die leise ein- und ausfaden, bis wieder ein Signal aufgefangen wird. Die Idee habe ich aber wieder verworfen, das Konzept schien mir nicht gut und persönlich genug.” Relikte aus dieser Entwicklungsphase sind einzig und allein die vielen kleinen Geräusche und Interludes am Anfang und am Ende einzelner Tracks. “Ganz zu Anfang dachte ich auch darüber nach, eine Art musikalisches Tagebuch zu produzieren, etwas, das genau dokumentierte, wo ich auch soundtechnisch stand, und erzählte Eric, meinem F-Com-Labelpartner, davon, bevor er auf Weltreise ging. Er fand das gut.” Emotional Baggage Doch gerade im Zusammenhang mit seinem zum Teil autobiografischen, bald auch in Deutsch erscheinenden DJ-Buch “Electrochoc” und seiner sehr erfolgreichen dreiteiligen “Excess Luggage”-Mix-Compilation erschein auch diese Idee zu vage. “Sie hat nur insofern Einfluss auf das Album genommen, dass die ‘Cloud Making Machine’ tatsächlich viele einzelne meiner Projekte, die alle in irgendeiner Form Platz auf dem Album gefunden haben, zusammenführt und in einem übergreifenden Outfit präsentiert.” Da wäre zum Beispiel der Track, der im Rahmen eines Filmprojektes über Obdachlose entstanden ist: “Ein Typ hat jahrelang auf der Straße gelebt und in einer Art autodokumentarischem Akt einen Film daraus gemacht. Ohne Budget. Ich habe ihm dann den Soundtrack dazu geschrieben.” Daher unterscheiden sich die Tracks der “Cloud Making Machine” vom Feel her stark voneinander, so dass man als Hörer nie sicher sein kann, wohin uns Laurent als nächstes führt: Es könnte überall hingehen, und doch hat man häufig das Gefühl, in in der Luft zu hängen: Gerade beim ersten Reinhören ist es schwer, sich in die zum Teil sehr abstrakten Klangkollagen hineinzuhören, und so ist es ausgerechnet der konventionellste Track, “Controlling The House Pt 2”, ein langsam kriechender Clubcut, basiert auf retroiden Garage-Housebeats mit Chicagoanleihen, an dem das Ohr zunächst erleichtert hängen bleibt, bereits Erprobtes begrüßend wie einen alten Bekannten. Doch darin liegt die Stärke des Albums mit Sicherheit nicht: Das Album ist keine schwerelose Leichtigkeit des Seins, “kein Easy Listening”. Auch der etwas trashigpunkige Track “I Wanna Be (Waiting For My Plane)” – Refrain: “I think I lost my brain” – ist mehr als Jux gedacht, der für etwas Auflockerung in dem düsteren Ensemble sorgt. “It’s Not Easy Listening” Nach einem sehr cineatischen Auftakt, in der man die Wolkenmachmaschine förmlich vor sich sieht, und einem genauso filmischen Abspann, in dem die Story ihren Abschluss findet, verwirrt Laurent mit einem fast schon leer dahintreibenden, traumszenenartigen Track namens “Jeux D’Enfants”. Aus dem spielerischen Gekreische einiger Kinder, deren Gespräche auf dem Spielplatz Laurent aufgenommen hat, wird dank der bedrohlichen Soundkulisse, die die er errichtet, eine unheimliche, surreale Spannung erzeugt. Erneut, denn ähnlicher Mittel bedient sich Laurent beim zweiten Track: “9:01 – 9:06” ist einer der gruseligsten weil persönlichsten Songs des Albums. Was beim ersten Hören einfach nur obskur und bizarr erscheint, bekommt beim wiederholten Verinnerlichen immer mehr Tiefe. Nichtsdestotrotz: Man sich noch nicht einmal sicher ist, ob man tatächlich wissen möchte, was in Laurent während dieser fünf Minuten durch den Kopf gegangen ist, wie er sich gefühlt hat, als er die quäkig-qualvollen Atemgeräusche seines neugeborenen Sohnes aufgenommen und in düsteren Sound gebettet hat. Man hört, wie der winzige Mensch um Atem ringt, zum ersten Mal seine Lungen mit Sauerstoff füllt. In Verbindung tritt mit der neuen Welt um sich herum durch sein elementares Bedürfnis zu Atmen, ein Bedürfnis, das vorher nicht existierte, weil er dank seiner Nabelschnur von seiner Mutter versorgt wurde. Ein Prozess, an dem Laurent aktiv teilnahm, in dem er die Geburt dokumentierte und später auf seine Art verarbeitete – verarbeiten musste. Da ist das seltsame Surren ganz zum Ende des Tracks, das wie ein winziger abhebender propellergetriebener Heißluftballon aus dem Track herausführt, so dass man fast unmerklich in den nächsten hineinsegelt: “Barbututik Blues”, entstanden mit dem norwegischen Freestylejazzgenie Bugge Wesseltoft, einer der gelungensten Tracks des Albums, und im Vergleich zu vielen anderen Stücken nicht so unmittelbar bedrohlich, wenngleich auch ganz schön verspult. Interference Conference In “First Reaction (V2)” macht Laurents Drummer Sangoma Everett, ein Afroamerikaner, seiner Angst vor einem rechten Frankreich Luft. Entstanden ist das Stück während der Präsidentsschaftswahl in Frankreich vor ungefähr dreieinhalb Jahren. Es gab eine Stichwahl zwischen dem Rechtspopulisten Jean Marie Le Pen und dem Konservativen Jacques Chirac. Während der Wochen vor der Wahl ging ein Raunen durch Frankreich, ein Ruck. Die Leute waren entsetzt. Keiner konnte sich die Popularität der Front National, Le Pens Partei erklären: “Sangoma und ich waren geschockt, als Le Pen, die traurige Sau, eine Rede im Fernsehen hielt, total siegessicher. Mit diesem Schmerz gingen wir zusammen ins Studio, und mein Drummer, der nie zuvor darüber nachgedacht hatte, stellte sich ans Mikrophon und schrie seine ganze Frustration und Angst heraus, so laut, dass meine Frau aufwachte und ins Studio gestürzt kam, um zu checken, was los war.” Viele kleine Geräusche sorgen dafür, dass immer wieder ein Denkprozess angeregt wird, seien es die sublim anklingenden Zimbeln am Anfang von “Huis Clos”, die wie zum Anfang einer Meditation in die Stille leiten, die keine ist: Das schwere Atmen eines Mannes, das wie aneinandergereihte stoßartige Seufzer klingt, die schleppenden Störgeräusche, die ein langsames Dahinstolpern suggerieren – all diese Elemente machen den Reiz des Albums aus. Die Tracks haben alle eine Geschichte, es gibt kein Detail, das unüberlegt und mit dem keine persönliche Annekdote oder Erinnerung Laurents verbunden ist, und genau das macht “The Cloud Making Machine” zu einem Laurent-Garnier-Schlüsselalbum, unverzichtbar als Dechiffrierungsmachine zu seinem Wesen. Wer verstehen will, wie der Franzose tickt, der kommt um das Album nicht herum. Je rêve que je rêve “Ich hatte jede Menge Zweifel, was ein paar der Tracks anbelangt. Aber nachdem ich mich gestern und vorgestern noch mal in das Album hineinvertieft habe, bin ich nicht mehr so unsicher. Es ist okay, wenn die Leute nicht alles mögen. Daran kann ich nichts ändern. Man kann es nie allen recht machen. Aber ich kann es mir recht machen. Also habe ich das produziert, was mir gefällt. Ich mag cineatische Momente, Filmsoundtracks, Musik, die Bilder im Kopf erzeugt, vielschichtige Angelegenheiten, und ich mag es, wenn die Leute darauf reagieren. Normale Leute, die dann erst mal den Kopf schräg legen und sich fragen, wann denn eigentlich endlich etwas passiert. Die sagen, dass sich auf dem Album maximal ein ‘normaler Track’ findet. So eine Reaktion finde ich interessant.” Gespannt kann man auch darauf sein, zu sehen, wie die Leute darauf reagieren werden, die von Laurent ein straightes Technoalbum erwartet haben und deren Erwartungen – natürlich nicht – erfüllt werden. Techno im herkömmlichen Sinne – angesiedelt im straighten und vorauntreibenden Korsett aus Vierviertelbeats im gehobenen BPM-Bereich – sucht man vergebens, einzig und allein die Präsenz von bedrohlich maschinellen Geräuschen, Interferenzen und schabenden und klonkendem Metall auf Metall sind eine Hommage an den Sound, der Laurent groß gemacht hat: “Ich liebe Techno nach wie vor. Natürlich werde ich auch weiterhin Sound produzieren, der auf dem Dancefloor funktioniert. Ich komme aus der Ecke, das sind meine Roots. Wir haben einige Remixe von ‘The Cloud Making Machine’ geplant. Und für funktionalere Outings, die auf dem Dancefloor funktionieren, gibt es jetzt auch unser neues Sublabel. Die letzten siebzehn Jahre haben wir damit verbracht, die Ursprünge von Techno in unsere Musk zu integrieren: Jazz, Funk, Soul, Disco, whatever.” Variable Energy Reaction Apparatus “Aber diese Ursprünge zu listen und unsere Geschichte zu kennen, aber dann nicht in der Lage zu sein, eine solche Platte auch auf dem Dancefloor spielen, ist ein Fehler, der uns zur Zeit mehr schadet als nützt. Zur Zeit wollen eine Menge Leute Techno killen. Deswegen ist es meiner Meinung nach so wichtig wie noch nie, geschlossener Schulter in die Zukunft zu schauen, in dem wir uns auf unseren gemeinsamen Wurzeln besinnen. In dem man Techno zu engstirnig und zu unaufgeschlossen gegenüber steht, killt man die Musik. Eine Menge Leute sind sehr ignorant. Wir sollten stärkere Statements machen. Wir wenn nicht anerkennen können, woher unsere Musik kommt, und wenn wir das Wissen nicht mit unserer Musik verkörpern, dann haben wir ein Problem. Und zur Zeit gibt es echten Nachholbedarf bei den Leuten, was dieses Wissen anbetrifft. Wir können unsere Szene nicht mehr als naiv bezeichnen. Wir sind keine Kinder mehr. Man kann aber unerfahren sein nicht mit Dummsein gleichsetzen. Gestern habe ich jede Menge Youngsters beschallt, die für alles zu haben waren, eine Drum’n’Bass-Version von ‘These Boots Are Made For Walking’ sorgte für eine echte Stampede auf dem Dancefloor.” Aber so ist es leider nicht immer. “Neulich hat mir jemand einen abgeschlagenen Flaschenhals an die Kehle setzen wollen, weil ich Drum’n’Bass gespielt habe. Wenn man mit Sound solche Emotion freisetzen kann, kann man doch wirklich davon sprechen, dass Musik die Menschen bewegt.” Gerade wegen einer solchen Ignoranz ist es Laurent wichtig, sich immer wieder für Musik einzusetzen, die ihm selbst gefällt, und zwar Musik aller Arten und Sparten: “Ich bin sehr aufgeschlossen! Dafür bin ich da. Die Horizonte der Leute zu erweiteren, darin sehe ich meine Aufgabe. Kommt Leute, nehmt euch doch mal fünf Minuten, um euch etwas anzuhören, das ihr noch nicht kennt.” Text> Katrin Richter. Thanks> Meetz, Steffen und Jürgen. Links: www.thecloudmakingmachine.com www.pedrobroadcast.com www.fcom.fr |